Die Idee dahinter

Eine Burg nennt man einen Ort, an dem ein Turm steht, der von einer Mauer umgeben ist und beide sich gegenseitig beschirmen
(aus einer mittelalterlichen Züricher Predigt).

Im Zentrum unseres Interesses steht das Bauen. Wir wollen wissen, wie es mit den damaligen – aus heutiger Sicht urtümlichen – Mitteln, den damaligen Kenntnissen, überhaupt möglich war, so großartige architektonische Leistungen wie den Bau einer mächtigen Burg zu bewerkstelligen.

Es geht uns daher ganz besonders auch um Handwerkstradition. Alte Techniken sollen wiederbelebt und Interessierten weitergegeben werden.
Den BesucherInnen wollen wir zum einen die Härte des mittelalterlichen Alltags vor Augen führen und damit das Bewusstsein vermitteln, dass das Mittelalter ganz sicher kein „goldenes Zeitalter“ war, und zum anderen wollen wir die Schnelllebigkeit unserer heutigen Welt im Gegensatz zum Mittelalter, als „Zeit“ noch kein ökonomischer Faktor war, aufzeigen.

Der Plan der neuen Burg

Der Burgkomplex wird am Burghügel und den darunter liegenden Terrassen errichtet. Er setzt sich aus Wohnturm, Wohngebäude mit Kapelle, Burghof, Wirtschaftgebäuden und Burggarten zusammen.

Die Kernburg besteht aus einem romanischen Wohnturm, einer Ringmauer und Ecktürmen. Der Wohnturm ragt am höchsten Punkt des Burgkegels in den Himmel – den Betrachtern Schutz und Bedrohung zugleich vermittelnd. Aus Bruchsteinen errichtet, wird er fünf Stockwerke umfassen und über einen Hocheinstieg betretbar sein. Um den Turm wird eine zinnenbewehrte Ringmauer hochgezogen.

Auf Höhe des Burgtores ist zu dessen Sicherung ein Turm geplant.
Zum Wohnturm gelangt man über einen mit Mauern und Quermauern geschützten Weg. Zwischen Hügel und Stallgebäuden wird sich der äußere Burghof ausdehnen, und wo das Terrain zur unteren Terrasse abfällt, wird eine weitere Ringmauer errichtet. Davor befindet sich der Burggarten. Am Abhang vor der Terrasse wird ebenfalls eine Begrenzungsmauer hochgezogen.

Über dem Garten im Norden des Wohnturmkegels werden das steinerne Herrschaftsgebäude („Palas“) und die Kapelle (im gotischen Baustil) stehen.

 

 

Burg Siegfriedstein

Nebst der Gestalt der künftigen Burg, ist auch die Namensgebung von Bedeutung. Anhand realer Quellen wurde eine virtuelle Vorgeschichte zur Burg kreiert.
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