Nachdem die hölzernen „Pfeifen“ abgebrannt waren, haben unsere Arbeiter das Gewölbe unseres Kalkofens mit Fichtenzweigen bedeckt und diese mit einer Schicht Lehm abgedichtet. Um die Belüftung des Ofens zu regulieren, wurden Ziegelsteine auf die Pfeifenlöcher und an den Rand des Gewölbes geschlichtet, die für eine höhere Luftzufuhr abgenommen werden konnten. Der Ofen erreichte unter ständiger Beheizung bis zu 1200°C und der Brantvorgang war am 11.6. innerhalb von 71 Stunden beendet. Dem Gestein wurde dadurch das CO2 entzogen, wodurch es ca. die Hälfte seines Gewichts verloren hat. Der so gewonnene Brantkalk kann mit Wasser „gelöscht“ werden, um ihn weiter zu Kalkmörtel zu verarbeiten oder zur Lagerung in unserer Kalkgrube „einzusumpfen“. Dazu muss der Stein aber noch einige Tage lang auskühlen, damit er handwarm aus dem Ofen entnommen werden kann.

IMG_0175 IMG_0181 IMG_0217 ZIMG_0005