Das historische Experiment Hand-Werk 

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Der Burgbau Friesach ist in sich außergewöhnlich: Auf einem Berghügel südlich der mittelalterlichen Stadt Friesach wird eine Höhenburg mit dem Handwerkswissen aus längst vergangener Zeit gebaut. Im Zentrum des Interesses steht der Prozess des Bauens, ohne Zuhilfenahme moderner Gerätschaften. Nur durch tradiertes, handwerkliches Können der Beteiligten, unterstützt von kräftigen Noriker-Pferden, entsteht in einer Bauzeit von zirka 40 Jahren eine Burganlage mit zwei Türmen, Palas, Ringmauern und Kapelle.
Die Baustelle ist ein „Geschichtelabor“. Die BesucherInnen können den HandwerkerInnen bei ihren mühsamen Tätigkeiten zusehen, verloren geglaubtes Wissen wiederentdecken und so aus der Vergangenheit lernen. Sie erleben mittelalterlichen Alltag, tauchen ein ins Mittelalter, treten heraus aus dem alltäglichen engen, bedrückenden Zeitschema und hinein in eine „verzögerte Zeit“. Und sie bestaunen das zeitgenössische mittelalterliche Handwerk, das ohne technische Hilfsmittel auszukommen gewohnt war. Sie „erleben“ den authentischen Arbeitstag auf einer mittelalterlichen Baustelle in Ruhe und Beschaulichkeit.

Die Burg Friesach Errichtungs GmbH ist auch Träger eines vom Land Kärnten und dem AMS Kärnten cofinanzierten ESF Projektes. Im ESF-Projekt „Hand-Werk“ finden arbeitsmarktferne Personen für längstens acht Monate ein Unterstützungsangebot in Sinne der Schließung von Betreuungslücken und der Förderung der Inklusion. Zielgruppen des Projektes sind bildungsbenachteiligte und niedrig qualifizierte Personen, arbeitsmarktferne Personen mit Migrationshintergrund und sonstige marginalisierte Gruppen, die eine geringe Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit haben und die eine Unterstützung bei der Heranführung an den Arbeitsmarkt brauchen.
Das Instrument dazu sind niedrigschwellige Beschäftigungsangebote in den verschiedenen Arbeitsfeldern des Burgbaus Friesach je nach individuellen Voraussetzungen, hauptsächlich in Form von Hilfsarbeitertätigkeiten im handwerklichen Bereich. Die Teilnehmer/innen werden sozialpädagogisch begleitet, damit sich Wege aus arbeitsmarktpolitischen Problemlagen und der damit oft verbundenen persönlichen Isolation finden lassen. Im besten Sinne verhindert die Teilnahme am Projekt „Hand-Werk“ die soziale Exklusion und die damit verbundene Verschlechterung der Lebenslage. Ein wichtiges Ziel dabei wird die höchstmögliche Änderung individueller Lebensumstände sein, die eine erfolgreiche Teilhabe am Arbeits- und Weiterbildungsmarkt und/oder am gesellschaftlichen Leben hemmen. Mit der Reduktion von Hemmnissen, physischer, psychischer und/oder sozialer Natur durch bedarfsgerechte, auf die individuelle Bedürfnislage ausgerichtete Angebote erhöhen wir mit „Hand-Werk“ die Chancen arbeitsmarktferner Menschen in Richtung Reintegration in den Arbeits- und Weiterbildungsmarkt.

Neues aus dem Calendarium

Der Kran ist aufgebaut

Zum Hochziehen der Lasten baute die Zimmererwerkstätte einen Kran, der im Turm aufgestellt wurde. Damit können zwei Mann mittels Haspel […]

Gmundner Mittelalterverein lagerte am Burgbauplatz

Die oberösterreichische Mittelaltergruppe „Spiritus Victrix“ lagerte vom 12. bis 14. August am Burgbauplatz.
Der Verein setzt sich aus verschiedenen Epochen und […]

Bogenschützen erobern den Burgbau

 

Vom 28. Juli bis 7. August lagerten die Bogengilde Arduinnas Gefährten* mit Zelten, Pferden und Bogenparkour auf der Wiese am […]

 

„Wir sind begeistert, weiter so. “ Besucherbuch Burg Friesach am 24. Mai 2013
„War ein wunderbares Erlebnis! Danke.“ Besucherbuch Burg Friesach am 5. Juni 2013
„Alle Jahre kommen wir hierher und müssen sagen, ihr fasziniert uns immer mehr . Gut Holz und weiter so.“ Besucherbuch Burg Friesach am 12. August 2013
„Eintauchen in eine andere Welt! Schön! Bemerkenswerte Arbeit!“ Besucherbuch Burg Friesach am 12. August 2012